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SAC-DSC

Soaring Association of Canada – Decentralized Soaring Contest (SAC-DSC) Wettbewerbsregeln

1 Allgemeine Regeln

1.1 Zweck

Der SAC-DSC fördert den Streckensegelflug und unterstützt die Entwicklung von Wettbewerbspilot*innen in den kanadischen Segelflugvereinen. Zusammen mit dem WeGlide Free Contest bestimmt er die Empfänger*innen der Canadair-, BAIC- und 200-Trophäen der SAC.

1.2 Veranstalter

Veranstalter des Wettbewerbs ist die Soaring Association of Canada (SAC).

1.3 Wettbewerbszeitraum

Der Wertungszeitraum reicht vom 1. Oktober bis 30. September. Nur in diesem Zeitraum durchgeführte Flüge sind zugelassen. Der SAC-DSC ist ein dezentraler Wettbewerb.

1.4 Vereine und Teilnehmende

Jeder SAC-Mitgliedsverein kann teilnehmen. Teilnahmeberechtigte Pilot*innen müssen eine gültige Mitgliedschaft bei der SAC oder einem teilnehmenden Verein besitzen. Pilot*innen dürfen in einer Saison Flüge für bis zu zwei Vereine einreichen. Pilot*innen gelten als Junior*innen, wenn ihr 25. Geburtstag in das Wettbewerbsjahr fällt oder sie jünger sind.

1.5 Regeln

Pilot*innen sind für die Einhaltung aller geltenden Gesetze und Vorschriften des Segelflugbetriebs verantwortlich.

Der FAI Sporting Code für Segelflug gilt, sofern er nicht durch SAC-DSC-Regelungen ersetzt wird. Die Entfernungsberechnung erfolgt nach dem WGS84-Ellipsoid-Modell (Vincenty's Formel). Nur in Kanada gestartete Flüge sind zugelassen. Alle Flüge sind über die WeGlide-Plattform einzureichen.

1.6 Anmeldung

Der erste eingereichte Flug einer/eines Pilot*in gilt als Anmeldung. Mit der Einreichung eines Fluges erkennt die/der Pilot*in die SAC-DSC-Regeln an und stimmt der Erhebung und Veröffentlichung von Flugdaten gemäß der Datenschutzerklärung von WeGlide zu.

1.7 Verstöße

Vereine oder Pilot*innen, die durch falsche Angaben oder Fehlverhalten unfaire Vorteile zu erlangen versuchen, können disqualifiziert werden. Vorsätzliche Verstöße führen zu einer 5-jährigen Sperre mit Veröffentlichung des Namens der/des Verstoßenden. Wiederholte Verstöße können zu einer 10-jährigen Sperre führen. Die SAC kann weitere Sanktionen verhängen.

1.8 Einsprüche

Einsprüche müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Wertung an info@weglide.org gerichtet werden. Eine Entscheidung wird zeitnah, spätestens jedoch bis zum 10. Oktober nach Ende des Wertungszeitraums getroffen.

1.9 Wertungsverfolgung und Siegerehrung

Die offiziellen Wertungen für die Canadair-, BAIC- und 200-Trophäen werden live auf einer Leaderboard auf der SAC-Website mit von WeGlide bereitgestellten Flugdaten geführt.

Die Sieger*innen des SAC-DSC sowie die Empfänger*innen der Canadair-, BAIC- und 200-Trophäen werden bei der jährlichen Hauptversammlung der SAC bekanntgegeben und geehrt.

2 Wertungskategorien

Pilot*innen können beliebig viele Flüge einreichen. Jeder Flug ist einem Verein zuzuordnen. Flüge werden gemäß der DMSt-Indexliste und den entsprechenden Klassen gewertet. Segelflugzeuge mit einem Index von 106 oder niedriger können auch in der Club-Klasse gewertet werden.

Flugzeuge der Club-Klasse können mit variablem Ballast gemäß Flug- und Betriebshandbuch geflogen werden. Hat eine/ein Teilnehmer*in Flüge in Flugzeugen verschiedener Klassen eingereicht, werden diese in jeder der jeweiligen Klassen oder Kategorien gewertet.

Flüge in Doppelsitzern können auch für die Frauen- oder Junior*innen-Wertung gezählt werden, wenn die/der Co-Pilot*in die Voraussetzungen erfüllt oder der Flug einsitzig durchgeführt wurde. Alle Flüge werden mit den offiziellen DMSt-Indices gewertet.

2.1 Klassen-Streckenwertung

Sieger*innen werden in folgenden Klassen ermittelt:

  • Offene Klasse
  • 18m-Klasse
  • 15m-Klasse
  • Standard-Klasse
  • Club-Klasse
  • Doppelsitzer-Klasse

Sieger*in in der jeweiligen Klasse ist die/der Pilot*in mit der höchsten Gesamtpunktzahl aus ihren/seinen fünf besten Flügen.

2.2 Gesamtwertungen

Aus den fünf besten Flügen jeder/jedes Pilot*in über alle Klassen hinweg wird eine kumulative Streckenrangliste erstellt.

2.2.1 Frauenwertung

Die beste Pilotin wird anhand ihrer fünf besten Flüge ermittelt.

2.2.2 Junior*innen-Wertung

Die beste/der beste Junior*in wird anhand ihrer/seiner fünf besten Flüge ermittelt.

2.3 Team-Streckenwertung

Drei Pilot*innen aus demselben Verein bilden ein Team, wobei jede/jeder ihren/seinen punkthöchsten Flug einbringt. Mehrere Teams pro Verein sind zulässig. Siegerteam ist dasjenige mit der höchsten Gesamtpunktzahl.

3 Flugdokumentation und Einreichung

Flüge müssen entweder mit einem IGC-zugelassenen GNSS-Flugrekorder oder mit einem von WeGlide zugelassenen Positionsrekorder dokumentiert werden.

Für Streckenflugaufgaben können Deklarationen online über weglide.org oder direkt im GNSS-Flugrekorder erfolgen. Bei GNSS-Rekordern gilt die letzte gültige Deklaration (C-Rekord). Liegt eine Online-Deklaration vor, hat diese Vorrang vor einer Deklaration im GNSS- oder Positionsrekorder. Eine Online-Deklaration ist nur gültig, wenn sie vor dem Start abgeschlossen wird; nach dem Start dürfen bis zur Einreichung des Fluges keine weiteren Online-Deklarationen erfolgen.

Alle IGC-Dateien müssen eine gültige digitale Signatur (G-Rekord) enthalten und mit standardisierten Verfahren validiert werden können. Die/der Teilnehmer*in ist für die ordnungsgemäße Beurkundung verantwortlich.

Ein Flug wird nur gewertet, wenn er vom Abflug- bis zum Endpunkt vollständig ohne Motorunterstützung durchgeführt wurde und ein ununterbrochener Höhenschrieb vom Start bis zur Landung nachgewiesen werden kann. Wird zu irgendeinem Zeitpunkt Motorunterstützung eingesetzt, wird der Flug nur bis zur letzten Position gewertet, die nachweislich ohne Motorkraft erreicht wurde.

Das Aufzeichnungsintervall zwischen den Aufzeichnungspunkten darf vier Sekunden nicht überschreiten. Bei technischen Problemen werden Lücken in der Aufzeichnung von bis zu einhundertachtzig Sekunden toleriert.

Die Flüge sind online bei WeGlide spätestens bis 12:00 Uhr mittags Ortszeit am zweiten Tag nach der Landung einzureichen.

4 Wertungsflüge und -verfahren

Ein Flug muss mindestens 50 Punkte erreichen, um in die Wertung aufgenommen zu werden.

4.1 Streckenwertung

Flüge können bis zu drei Wendepunkte enthalten (vier bei Vierecken, neun oder zwölf bei Mehrfachumrundungen). Die Höhendifferenz zwischen Start und Ziel darf 1000 m nicht überschreiten.

4.1.1 Angemeldete Aufgaben

Angemeldete Aufgaben müssen alle Wendepunkte (Start, Wendepunkte, Ziel) vor dem Start in der vorgegebenen Reihenfolge auflisten. Bei geschlossenen Kursen müssen Start und Ziel identisch sein. Unterschiedliche Deklarationen in mehreren Rekordern sind unzulässig und gelten als vorsätzliche Verstöße.

4.1.2 Freie Flüge

Nicht angemeldete ("freie") Flüge (und nicht erfolgreich absolvierte angemeldete Flüge) werden anhand der besten aufgezeichneten Koordinaten gewertet. Sie können bis zu drei Wendepunkte (vier Schenkel) enthalten. Ein Flug gilt als geschlossen, wenn Start und Ziel innerhalb von 1 km liegen. Das System wertet automatisch entweder die beste Form mit Bonus oder die besten 4 Schenkel aus der Aufzeichnung. Ist eine Form mit Bonus höher, werden zusätzliche Schenkel, die nicht zur Form gehören, verworfen.

4.1.3 Überprüfung der Punkte

Wendepunkte: Gültig, wenn das Segelflugzeug in den 90°-Sektor (gemäß Sporting Code) um den Wendepunkt einfliegt.

Start/Ziel: Gültig, wenn das Segelflugzeug einen Zylinder mit 1 km Radius um den Punkt verlässt/einfliegt.

4.1.4 Punktberechnung

Punkte = (Strecke + Deklarationsbonus + ein Formbonus) ÷ (Index ÷ 100)

4.1.5 Bonusregelungen

Boni werden ausschließlich auf die Basisstreckenpunkte angewandt und sind nicht miteinander multiplikativ. Folgende Boni können angewandt werden. Pro Flug wird nur ein Formbonus zuzüglich eines Deklarationsbonus angewandt:

4.1.5.1 Angemeldete Aufgaben

+30%, wenn der angemeldete Kurs erfolgreich abgeschlossen und dokumentiert wird. Wird innerhalb der Flugroute eine höhere Wertung als nicht angemeldeter Flug erkannt, wird diese verwendet.

4.1.5.2 Dreiecksflüge

+40%, wenn der kürzeste Schenkel mindestens 28% der Gesamtstrecke beträgt; oder bei Dreiecken von 500 km oder mehr der kürzeste Schenkel mindestens 25% und der längste Schenkel höchstens 45% der Gesamtstrecke betragen.

4.1.5.3 Vierecksflüge

+40%, wenn das Viereck (eine geschlossene 4-seitige Figur, entlang des Umfangs geflogen) in zwei FAI-Dreiecke unterteilt werden kann, die einen gemeinsamen Schenkel haben, und jedes Dreieck die Anforderungen aus 4.1.5.2 erfüllt. Der Abflugpunkt kann zwischen zwei Eckpunkten des Vierecks liegen.

Der Vierecksbonus gilt nur für angemeldete Flüge.

4.1.5.4 Ziel-Rück-Flüge

+30%, wenn Abflug- und Endpunkt identisch sind und der Kurs einen Wendepunkt enthält.

4.1.5.5 Zielflüge

+30% für Flüge von einem Abflugpunkt zu einem anderen Endpunkt.

4.1.5.6 Mehrfachumrundungen

+20% für wiederholte Umrundungen von Dreiecks- (4.1.5.2) oder Vierecksaufgaben (4.1.5.3).

  • Es sind maximal drei Umrundungen zulässig.
  • Der Dreiecks- oder Vierecksbonus wird nicht zusätzlich zu diesem Bonus angewandt.
  • Die Anzahl der Umrundungen muss im Voraus durch Auflistung der vollständigen Reihenfolge der Wendepunkte deklariert werden (siehe 4.1.1).
  • Freie (nicht angemeldete) Mehrfachumrundungen sind nicht zugelassen.

5 Motorsegler

Motorsegler müssen einen zugelassenen Motorsensor gemäß FAI Sporting Code, Sektion 3, mitführen.

6 Error Codes

Die Flugvalidierung folgt den WeGlide Error Codes.